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Wie werden wir uns in Zukunft fortbewegen?

Wie werden wir in Zukunft reisen? Welche öffentlichen Verkehrsmittel werden wir nutzen? Welchen Einfluss haben neue Technologien auf die Mobilität und wie werden sie unsere Städte verändern? All diese Fragen beschäftigen Städteplaner schon heute. Wir geben einen Überblick über Fortbewegungsmittel jetzt und in Zukunft und zeigen, welche Rolle smarte Technologien dabei spielen.

Das Thema Fortbewegung ist etwas, das uns alle beschäftigt: Den Pendler auf dem Weg zur Arbeit, die Mutter mit Kinderwagen und Einkaufstüten in der Stadt, den Rentner, der nicht mehr so gut zu Fuß ist, aber auch nicht mehr Auto fahren möchte. Mobilität betrifft viele Menschen, weshalb es schon immer ein wichtiges Thema für Städte und Kommunen war und ist. Auch wenn wir von fliegenden Autos noch weit entfernt sind, müssen sich Städteplaner schon heute mit den Fortbewegungsmitteln der Zukunft auseinander setzen.

Smarter fahren heute

Bereits jetzt sind wir in unserem Alltag von mehr Technologie umgeben, als wir auf den ersten Blick wahrnehmen: Elektrisch unterstützte E-Bikes sind selbstverständlich. Car Sharing Apps unterstützen dabei, mithilfe von einigen Nutzerdaten, ohne eigenes Auto von A nach B zu kommen. Auch unsere Fahrzeuge verwenden bereits heute autonome Systeme, beispielsweise in Form von Abblendautomatiken, Einparkhilfen oder auch Notrufsystemen bei Unfällen.

Von dieser relativ einfachen technischen Unterstützung ist es, so scheint die momentane Entwicklung, nur noch ein kleiner Schritt hin zu ersten selbstfahrenden Autos. In einem Kurort in Niederbayern ist das, was große Autohersteller momentan noch testen, sogar schon Realität: zwei selbstfahrende Busse transportieren dort Kurgäste von einer Haltestelle zur anderen. Die Strecke ist kurz und noch ist ein Mitarbeiter vor Ort, der im Notfall eingreifen kann, aber dennoch, ist „smarter Fahren“ hier schon fast alltäglich.

Smarter fahren in der Zukunft 

Wissenschaftler basteln überall auf der Welt daran, smarte Mobilität in die Realität umzusetzen. Edge Computing ist dabei ein wichtiges Stichwort. Damit ist die dezentrale Speicherung von in Echtzeit erzeugten Daten gemeint. Diese Daten werden benötigt, um autonomes Fahren überhaupt erst zu ermöglichen: Nur, wenn alle im Straßenverkehr beteiligten Systeme wissen, wo sie sich befinden, können sie unfallfrei navigieren. Damit einher gehen große straßenbauliche Veränderungen. Alle Strecken, auf denen selbstfahrende Autos verkehren, müssen mit Sensoren im Asphalt ausgestattet werden, große Rechenzentren sorgen für die benötigte Bandbreite, Kameras wären in einer solchen Vision von Mobilität obligatorisch.

Neben selbstfahrenden Autos gibt es in Zukunft noch viele weitere mögliche Fortbewegungsmittel. Technologie-Pionier Elon Musk beispielsweise arbeitet mit seinem Hochgeschwindigkeitszug Hyperloop an einer vollkommen neuen Form der Fortbewegung, die ebenfalls große bauliche Veränderungen in unseren Städten bedeuten würde.

Natürlich werden diese Technologien so schnell noch nicht zur Realität, aber auch näherliegende Technologien wie E-Cars bedeuten grundlegende Veränderungen, schließlich benötigen wir dann ein strukturiertes und weitverzweigtes System an Ladestationen. Eine weitere interessante und relativ kostengünstig zu realisierende Möglichkeit, wie wir uns in Zukunft verstärkt fortbewegen könnten, sind Seilbahnen, wie sie zum Beispiel in Sarajevo zum Einsatz kommen. Diese Technologie nutzt den Luftraum und kann viele Menschen gleichzeitig transportieren, eine gute Alternative zu Autos, S- und U-Bahnen, vor allem für Metropolen.

Chancen und Risiken neuer Mobilitätsvarianten

Die geschilderten Varianten sind nur ein Bruchteil dessen, was in Zukunft vielleicht unsere Fortbewegung bestimmen wird. Sie alle haben große Vorteile, bergen aber auch Risiken: Einerseits entfällt durch den Umstieg von menschengesteuerten PKW auf smarte Fahrzeuge, Seilbahnen oder andere Technologien der große Risikofaktor Mensch. Alleine in Deutschland sterben jährlich über 3000 Personen im Straßenverkehr. Zudem benötigen Autos endliche Ressourcen als Antriebsmittel, sind teuer im Unterhalt und verursachen Staus und Smog.

Andererseits muss mit den neuen, smarten Fortbewegungsmitteln verantwortungsbewusst umgegangen werden. Diese technisch gesteuerten Verkehrsmittel benötigen eine große Anzahl an Daten, die es vor Missbrauch zu schützen gilt. Schließlich bedeutet das ständige Sammeln von Daten einen enormen Eingriff in die Privatsphäre der Verkehrsteilnehmer. Außerdem gehen viele der genannten neuen Fortbewegungsmittel mit anspruchsvollen städtebaulichen Veränderungen einher. Stadtplaner müssen sich deshalb stets auf dem Laufenden halten und auch mögliche Umbaumaßnahmen immer im Blick behalten. Wie und ob die neuen Technologien auf dem Land eingesetzt werden können, steht dabei in den meisten Fällen noch in den Sternen, schließlich fehlt es hier oft an der grundlegenden Infrastruktur wie etwa leistungsstarkem Internet.

Ein ganz wesentlicher Punkt, der noch weitgehend ungeklärt ist, betrifft Haftungsfragen bei Unfällen. Hier ist der Gesetzgeber gefordert, ethische und rechtliche Orientierung zu schaffen, Prioritäten zu setzen und Verantwortlichkeiten zuzuweisen.

Egal, wie sich Mobilität in Zukunft entwickeln wird, fest steht, dass das Zeitalter der smarten Fortbewegung gerade erst begonnen hat – ein Zeitalter, das sowohl sehr spannend wie auch risikoreich ist.