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Bei dem Bau von Möbeln und Gegenständen aus Holz für den Außenbereich definiert die Wahl der passenden Holzsorte die Haltbarkeit. Wind, Wetter und Regen, aber auch Pilze und Schädlinge aus dem Insektenreich setzen dem Naturrohstoff zu – und können auch dickste Bretter in kurzer Zeit zu Staub verwandeln.

Unter den einheimischen beziehungsweise in Europa angebauten Hölzern sind es vor allem die Robinie, die Douglasie und die Eiche, die als besonders dauerhaft und langlebig gelten. Auch das sogenannte Tropenholz, zu dem Jatoba, Ipé, Sapeli, Bolondo, Meranti, aber auch Afzelia, Bangkirai und Teak zählen, ist für den Außenbereich hervorragend geeignet. Aber Vorsicht: Wer bei Tropenhölzern nicht auf einen nachhaltigen Anbau achtet, unterstützt den Raubbau an der Natur.

Das sogenannte FSC-Siegel – benannt nach der Non-Profit-Organisation „Forest Stewardship Council“ kennzeichnet Holzprodukte, die von Unternehmen produziert wurden, die gemäß den Richtlinien des FSC im Sinne einer nachhaltigen Forstwirtschaft zertifiziert wurden. Auch wenn das FSC -Siegel nicht ohne Kritik zu sehen ist (unter anderem werden die Arbeitsbedingungen der Forstarbeiter nicht mit in die Betrachtung eingezogen), so bietet es doch den aktuell besten Anhaltspunkt, will man Tropenholz aus Raubbau vermeiden.

Im Folgenden sind die gängigsten, bekannten Holzsorten für den Einsatz im Freien aufgeführt.

Einheimische oder in Europa forstlich angebaute Holzarten

Douglasie

Die Gewöhnliche Douglasie, auch nach Ihrer Herkunft Oregon Pine genannt, ist ein in Nordamerika heimisches Nadelgehölz. Die immergrüne Douglasie erreicht in Europa, wo sie zu forstwirtschaftlichen Zwecken gerne angebaut wird, Wuchshöhen bis 60 Meter und einen Stammdurchmesser um vier Meter. Kennzeichnend für die Douglasie ist ihr schneller Wuchs.

Das Holz der Douglasie ähnelt im frischen Zustand dem leicht rötlichen Lärchenholz und wird gerne als Konstruktionsholz, Furnierholz oder zum Bau von Schwellen und Rammpfählen verwendet. Douglasienholz ist in Deutschland als Bauholz für tragende Konstruktionen zugelassen. Das Kernholz wird in die Gebrauchsklasse 2 einsortiert, darf also auch ohne chemischen Holzschutz in den Bereichen eingesetzt werden, wo eine Befeuchtung nicht ausgeschlossen ist.

Robinie

Die Robinie ist ein sommergrüner Laubbaum, der ursprünglich aus Nordamerika stammt. Seit mehr als 300 Jahren ist die Robinie auch in Europa weit verbreitet. Im geschlossenen Bestand erreicht die Robinie Wuchshöhen bis 30 Meter.

Das Holz der Robinie ist wirtschaftlich nutzbar, was wesentlich zu der weiten Verbreitung des Baumes in Europa beigetragen hat. Robinienholz ist widerstandsfähig gegen Holzfäule, gleichzeitig biegsam, fest und extrem hart. Darum wird Robinie unter anderem im Lawinenschutz verbaut.. Robinienholz bleibt auch ohne chemische Konservierung im Außenbereich lange stabil, wodurch es sich u.a. optimal geeignet für den Bau von Geräten auf Kinderspielplätzen oder für Gartenmöbel eignet. Robinie gilt als gute Alternative zu Tropenhölzern, daher wird der Anbau der Bäume in Europa aktuell stark forciert.

Eiche

Die beiden in Europa für die Forstwirtschaft bedeutsamen Eichen, die Traubeneiche und die Stieleiche, zählen zur Familie der Buchengewächse. Eichenholz ist ein sehr hartes und schweres Laubholz mit hervorragenden Festigkeitseigenschaften und hohem Abnutzungswiderstand. Eichenholz lässt sich leicht und sauber bearbeiten. Das Kernholz hat eine hohe Dauerhaftigkeit und ist unter Wasser nahezu unbegrenzt haltbar. Im Außenbereich wird Eichenholz vor allem im Erd-, Brücken- und Wasserbau eingesetzt. Auch für Spezialanwendungen im Maschinenbau eignet sich das Holz optimal. Im städtischen Bereich findet sich Eichenholz als Zäune, Terrassendecks oder als Fußgängerbrücken. Allerdings ist bei Eichenholz auch Vorsicht geboten! Wird das Holz Feuchtigkeit ausgesetzt, beispielsweise durch Regen, kann Gerbsäure ausgewaschen werden. Dies kann unter Umständen zu Beschädigungen an Pflasterbelägen oder ähnlichem führen. Darum sollte man sich gut überlegem, ob Sitzauflagen für Parkbänke sinnvoll sind.

Tropenhölzer

Jatobá

Im Bereich des Stadtmobiliars gehört der in Brasilien heimische Jatobá unumstritten zu den beliebtesten tropischen Holzsorten. Der geradschaftig wachsende Baum erreicht astfreie Stammlängen bis zu 25 Metern. Das Holz weist eine mittelfeine Textur auf. Jatobá verfügt über einen ausgezeichneten Eigenschutz gegen Insektenbefall und wird dank der guten Dauerhaftigkeit in die Dauerhaftigkeitsklasse 1 einsortiert

Afzelia

Die Afzelia ist eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Johannisbrotgewächse. Die rund 14 unterschiedlichen Arten sind in Afrika, aber auch dem tropischen Asien beheimatet. Die Afzelia gehört seit vielen Jahren zu den bekanntesten Importhölzern. Das Holz bringt neben einer hohen Dauerhaftigkeit auch ein attraktives Erscheinungsbild mit und eignet sich daher sowohl für konstruktive als auch dekorative Verwendung.

Die Afzelia wird in die Dauerhaftiigkeitsklasse 1 einsortiert. Das Holz hat eine außergewöhnlich hohe Resistenz gegenüber Pilzbefall und Insekten. Wegen der natürlichen Dauerhaftigkeit wird Afzeliaholz im Außenbau mit und ohne Erdkontakt eingesetzt, unter anderem im Rahmenbau.

Bangkirai

Bangkirai ist kein Baum, sondern der Handelsname für das in Südostasien beheimatet Flügelfruchtgewächs Shorea laevis. Shorea laevis wächst als Baum mit einer Wuchshöhe bis zu 75 Metern. Das Kernholz zählt zu einem der widerstandsfähigsten Hölzer, insbesondere gegen Pilze und Insekten. Bangkirai wird im Außenbereich für alle Arten von Bauten eingesetzt, und das in der Regel ohne jegliche Imprägnierung. In Europa ist Bangkirai vor allem als Terrassenbelag oder für Gartenmöbel beliebt. Leider ist das Holz nur sehr selten mit einem FSC-Zertifikat erhältlich. Daher ist eine Herkunft aus Raubbau im tropischen Regenwald nicht auszuschließen.

Teak

Der hochwüchsige Teakbaum gehört zur Familie der Lippenblütler und ist in den Monsunwäldern Südostasiens beheimatet. Teak ist eines der wichtigsten Exporthölzer aus dem asiatischen Raum. Das Holz des Teakbaums enthält eine Vielzahl natürlicher Öle, was die Oberfläche auch ohne chemische Nachbehandlung wetterfest und optisch ansprechend macht. Besonders das Teak-Kernholz ist gegen Pilzbefall und Insekten sehr beständig. Im Außenbereich wird Teak vor allem im Schiffsbau verwendet, da seine Oberfläche bei Nässe nicht rutschig wird. Auch für Terrassenbelag oder Gartenmöbel wird Teakholz gerne und häufig eingesetzt.

Warum Tropenholz?

Tropenhölzer kann man bei Verwendung im Außenbereich unbehandelt einsetzen. Dann grauen sie mit den Jahren langsam ein, was der Funktion keinerlei Nachteile bringt. Will man das ursprüngliche Aussehen behalten, reicht ein jährlicher Anstrich mit einer Holzlasur.